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Hopfenfechser

für Hopfenpflanzer im Erwerb ist es wichtig, gleichmäßige, gesunde und kräftige Jungpflanzen zu erhalten.

Nur so ist eine gute Entwicklung im Pflanzjahr möglich und ein früher Ertrag gesichert.

Unsere Jungpflanzen sind virusfrei. Somit trägt man dazu bei, das Infektionspotential zu minimieren und Ertragseinbußen durch Viren zu vermeiden.

Eine Infektion des gefürchteten Verticillium-Pilzes (Welke-Krankheit) können wir nahezu völlig ausschließen: Die Anzucht erfolgt ausschließlich in unbenutzten Gefäßen und in einem nach unseren Vorgaben hergestelltem infektionsfreiem Subtrat.




Vermehrung von Hopfen

Hopfen kann auf unterschiedliche Weise vermehrt werden. Allerdings muss man sich auf vegetative Vermehrung beschränken, um die Genetik der Pflanzen zu erhalten.

Da Hopfen zweihäusig ist (es gibt männliche ODER weibliche Pflanzen) würde eine generative Vermehrung über Samen zu einer Vermischung des Erbguts der männlichen und weiblichen Pflanze führen, es wären weder die Sorteneigenschaften bezüglich der Inhaltsstoffe noch der Resistenzen bekannt. Nicht einmal das Geschlecht der Nachkommen wäre bekannt.

Schnittlinge:

Diese Vermehrungsart ist am weitesten verbreitet. Beim Rückschnitt des Pflanzenstocks im Frühjahr wird der abgeschnittene Teil der Hopfenpflanze wieder im Boden eingegraben. Da das Schnittgut sowohl Anteile des Sprosses mit austriebsfähigen Knospen als auch einen Bereich der Wurzel besitzt, ist es mit dieser Methode möglich, eine ganze Pflanze zu gewinnen. Diese Methode wird wegen seiner einfachen Handhabung oft dazu verwendet, Fehlstellen neu zu besetzen. Die Hopfenpflanzer sprechen dabei von „Schnitt-Fechsern“.

Wird die Schnittlings-Methode etwas verfeinert und die abgeschnittenen Pflanzenteile so stark wie möglich geteilt, ist es nötig, die kleinen Pflänzchen in Töpfen vorzukultivieren. Man spricht von „Topf-Fechsern“.

Stecklinge:

Bei einer Vermehrung über Stecklinge werden im Gegensatz zu den Schnittlingen frische, grüne Triebe der Hopfenpflanzen verwendet. Diese Vermehrungsmethode erfordert einen recht hohen Einsatz von Technik und Pflege um erfolgreich zu sein, ermöglicht jedoch im Gegenzug eine große Anzahl von Jungpflanzen. Werden – wie in unserem Betrieb – die Ausgangspflanzen getrennt von Erwerbsbeständen und geschützt kultiviert, ist es möglich, Jungpflanzen zu gewinnen, die frei von bodenbürtigen Erregern und frei von ertragsmindernden Viren sind.


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